Besser barrierefrei bauen

Daran denken wollen wir nicht, aber das Alter vergisst niemanden von uns. Doch unser Haus kann uns dabei helfen, dass die Lebensqualität später einmal nicht sinken muss. Und mit ein paar ganz einfachen Tipps können Sie schon heute dafür vorsorgen.

1. Guter Grundriss

Soll vielleicht später eine Pflegekraft mit einziehen? Oder denken Sie über ein Mehrgenerationenhaus nach, in dem Kinder und Eltern einmal Tür an Tür wohnen? Dann planen Sie das von vornerein mit ein, um sich später aufwendige Umbauarbeiten sparen zu können.

2. Die richtige Bewegungsfreiheit

In jungen Jahren ist Platz Luxus, im Alter absolut notwendig. Da später einmal Rollatoren oder auch Rollstühle zum Einsatz kommen könnten, sollte von Anfang an genug Platz dafür vorhanden sein. Konkret bedeutet dies, dass in Fluren und vor Küche, Bad und WC zwecks Rangierfreiheit mindestens 1,50 mal 1,50 Meter Fläche liegen sollten. Da später auch ein Lift zum Einsatz kommen könnte, muss dafür das Treppenhaus breit genug bebaut werden.

3. Alles eben

Der Boden sollte so ebenerdig wie möglich sein, um gefährliche Stolperfallen von Anfang an zu entschärfen. Wählen Sie für Terrassen – und Balkontüren also im Boden eingelassene Laufschienen, vermeiden Sie mehrere Ebenen mit unausweichlichen Stufen und greifen Sie auf eingelassenen anstatt auf hochflorigen Teppich zurück.

4. Den Schalter umlegen

Schalter, Griffe und Steckdosen sollten in 85 Zentimeter Höhe angebracht werden, um eine eventuelle Bedienung aus dem Rollstuhl heraus zu erleichtern. Auch für Kinder, für die die Steckdosen natürlich gesichert werden, kann dies sehr sinnvoll sein.

5. Barrierefreier Bademeister

Lassen Sie sich nicht von Ihrer Erinnerung abschrecken, barrierefreie Bäder sehen nicht mehr aus wie in westdeutschen Altersheimen aus den 80ern. Barrierefreie Badanwendungen (in der Höhe verstellbare Toiletten, unterfahrbare Waschtische, bodengleiche Duschen, Badewannen mit Türeinstieg) sehen heutzutage genauso schick aus, wie ihre ganz normalen Gegenstücke. Achten Sie darauf, dass die Wände im Bad gemauert sind, damit eventuelle Duschsitze und Handgriffe sicher verankert werden können. Ganz wichtig sind zudem rutschsichere Bodenbeläge, die übrigens auch in den anderen Bereichen, in denen es nass werden kann, zum Einsatz kommen sollten.

6. Die richtigen Möbel

Da man sich im Alter schon mal öfters ausruhen muss, sollten Sie auch an Orten wie Flur, Küche oder Eingang Platz für Sitzgelegenheiten lassen. In der Küche gilt zudem die Regel, nichts in großen Höhen anzubringen, damit es sich später einmal nicht außer Reichweite befindet. Sitzflächen sollten nicht zu tief sein, um das Aufstehen nicht zu erschweren. Im Schlafzimmer befindet sich idealerweise ein höhenverstellbares Bett sowie Innenbeleuchtung in den Kleiderschränken.

Comments are closed

Cookie-Präferenz

Bitte wählen Sie eine Option. Mehr Informationen zu den Folgen Ihrer Wahl finden Sie unter Hilfe.

Wählen Sie eine Option, um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert

Hilfe

Hilfe

Um fortzufahren, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Im Folgenden finden Sie eine Erklärung der verschiedenen Optionen.

  • Alle Cookies akzeptieren:
    Alle Cookies wie Tracking- und Analyse-Cookies.
  • Tracking-Cookies ablehnen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, außer die aus technischen Gründen notwendigen Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit ändern: Datenschutzerklärung.

Zurück