Frohes Neues weltweit

Die Älteren unter uns können sich vielleicht noch an das Zeitzonenhopping erinnern. So konnte man in den 90ern dank der Concorde in verschiedenen Zeitzonen mehrmals Silvester feiern. Da Überschallflugzeuge aber leicht aus der nachhaltigen Zeit gefallen sind, gibt es die spannendsten internationalen Neujahrsbrüche jetzt hier bei uns. Los geht’s.

Ecuador – Ein bisschen wie Karneval

In dem südamerikanischen Land wird die Sprengkraft nicht verschenkt. Die Böller werden hier in Puppen gesteckt, die pünktlich um Mitternacht in Flammen aufgehen. Diese Puppen können entweder an Hexen oder andere Fabelwesen erinnern und sollen somit das Böse vertreiben. Sie können aber auch die Gesichter von Politikern annehmen. Zumindest denen steht im Falle eines Wahljahres mit Sicherheit alles andere als eine angenehme Zeit bevor.

Vietnam – Schwimm, Karpfen, schwimm

An Silvester kaufen die Vietnamesen einen Karpfen. Der wird aber nicht gegessen, sondern wieder ausgesetzt. Denn laut vietnamesischem Brauch wohnt in jedem Haus ein Gott, der am Ende des Jahres zurück in den Himmel fliegt um dort über die Hausbewohner Bericht zu erstatten. Und da der Gott auf einem Karpfen in den Himmel reitet, machen die Bewohner eben alles, damit der Gott so einfach wie möglich dorthin kommt und bei seiner Ankunft dementsprechend gut gelaunt ist.

China – Liebe geht durch das Wasser

Auch in China spielt Wasser an Neujahr eine entscheidende Rolle, zumindest für unverheiratete Frauen an der Küste. Diese schmeißen nämlich Mandarinen ins Meer, da die heiratswillige Männer anlocken soll.

Neuseeland – Richtig weinfeiern

Ein Weingut in Gisborne hat es geschafft in Neuseeland eine kleine Tradition zu etablieren. So findet dort zu jedem Jahresausklang das „Rythm and Wine Festival“ statt, auf dem sich drei Tage lang alles um, nun ja, Musik und Wein dreht. Zwischendurch wird dann auch noch mal kurz auf das neue Jahr angestoßen.

Spanien – Den Mund voll bekommen

Pakete mit genau 12 Weintrauben warten vor Silvester in spanischen Supermärkten auf Käufer. Warum? Kurz vor Mitternacht schlägt die Turmuhr an der Puerta de Sol in Madrid genau zwölf Mal innerhalb kürzester Zeit, was ins ganze Land übertragen wird. Wer es schafft, mit jedem Glockenschlag eine Traube zu essen, der wird im nächsten Jahr Glück haben.

Bulgarien – Auch Schmerzen bringen Glück

In Bulgarien ziehen Kinder vor Neujahr mit Kornelkirschen-Zweigen von Haustür zu Haustür und verteilen damit Peitschenhiebe. Neben jeder Menge Spaß kriegen die Kinder Süßigkeiten zum Dank und den Erwachsenen bringt es Glück und Reichtum.

Foto: © Edewaa Foster

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