Inspirierendes von der IGA

Schon seit dem 13. April läuft die Internationale Gartenausstellung in Berlin. Ein guter Grund, zur Halbzeit einen Blick auf das Meer aus Farben am Rande der Hauptstadt zu werfen.

Die IGA bringt nicht nur Pflanzen nach Berlin, sondern zum ersten mal seit 60 Jahren auch wieder eine Seilbahn. Was in Barcelona und Rio de Janeiro schon seit knapp über 100 Jahren zum Stadtbild gehört, hat es in der Hauptstadt zum letzten Mal 1957 gegeben, damals im Rahmen der Interbau-Ausstellung. Und schwebte man früher über den in der Mitte der Stadt gelegenen Tiergarten, so geht es heute weiter in den Osten, genauer gesagt nach Marzahn-Hellersdorf. Denn dort blühen noch bis zum 15. Oktober über 104 Hektar in den Farben der Welt.

Foto: © Ines Meier

Für einen ersten Blick aus der Vogelperspektive fährt man zum Bahnhof Kienberg – Gärten der Welt, der extra für die Ausstellung umbenannt wurde. Aus dem Wagon der U-Bahn geht es direkt in die Kabine der Seilbahn und dann auf die insgesamt 1,5 Kilometer lange Panoramafahrt. Diese führt zunächst auf den 102 Meter hohen Gipfel des Kienbergs, auf dem sich ein Zwischenstopp mitsamt Besuch des Aussichtsbauwerks Wolkenain lohnt. Nach einem imposanten Ausblick, der weit bis ins Brandenburger Hinterland reicht, bringt einen die Gondel weiter bis zum Blumenberger Damm, von wo es dann zu Fuß weitergeht. Und wer Probleme hat, sich das alles vorzustellen, kann den ganzen Weg auch noch einmal hier nachverfolgen.

Foto: © Frank Sperling

Auf dem Gelände selbst kommen vom professionellem Landschafts- bis zum freizeitlichen Hobbygärtner alle auf ihre Kosten. Auf jeweils ca. 2000 Quadratmetern gibt es beispielsweise Stauden und Wechselflor sowie das Gräserband zu bestaunen. Im Rosengarten wartet ein Meer aus Zwerg-, Beet-, Kletter- und Edelrosen auf die Besucher. Wer seinen Garten auf dem wirklich neusten Stand halten will, sollte auf gar keinen Fall die Neuheiten-Fläche auslassen. Dort gibt es jüngste Pflanzenkreationen und Weiterentwicklungen von Beet- und Topfpflanzen zu bewundern. Und wenn Sie immer schon davon geträumt haben, sich die Welt hinters Haus zu holen, dann sind Sie in den insgesamt zehn Internationalen Themengärten genau richtig. Außer dem schon seit Mitte der 90er Jahre existierendem Chinesischen Garten erwarten Sie Arrangements aus dem Orient, Bali, Japan, England und Korea.

Foto: © Dominik Butzmann

Wer Angst hat, dass bei so viel Grün die Kinder nicht auf ihre Kosten kommen, kann ganz beruhigt sein. Drei liebevoll gestaltete Spielplätze auf dem Gelände zeugen davon, dass auch an die Kleinen gedacht wurde. Inhaltlich verbunden sind die drei Spielstätten durch einen Leitgedanken, der sich in Erich Kästners Kinderbuchklassiker Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee orientiert. Besonders empfehlenswert ist der große Wasserspielplatz mit einem begehbaren Riesenwal, wasserspeienden Haifischen und exotischen Inselspielflächen. Und auch von dem schlechten Wetter dieses Sommers sollte man sich nicht abschrecken lassen, ganz im Gegenteil. Bei Regen entwickelt die IGA noch einmal einen ganz eigenen Charme.

Das einzige, was die Freude etwas trübt, sind die Eintrittspreise von 20 Euro pro Erwachsenem. Aber auch hier gibt es Abhilfe. So zahlt ein Erwachsener in Begleitung eines Kindes bis 17 Jahre montags nur zehn Euro, die Begleitung erhält freien Einlass.

Titelfoto: © Dominik Butzmann

Comments are closed

Cookie-Präferenz

Bitte wählen Sie eine Option. Mehr Informationen zu den Folgen Ihrer Wahl finden Sie unter Hilfe.

Wählen Sie eine Option, um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert

Hilfe

Hilfe

Um fortzufahren, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Im Folgenden finden Sie eine Erklärung der verschiedenen Optionen.

  • Alle Cookies akzeptieren:
    Alle Cookies wie Tracking- und Analyse-Cookies.
  • Tracking-Cookies ablehnen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, außer die aus technischen Gründen notwendigen Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit ändern: Datenschutzerklärung.

Zurück