Von nachhaltigen Reisenden

Wir wollen die Welt sehen, nicht zerstören. Auch wenn es bedeutet, sich manchmal ein kleines bisschen einschränken zu müssen, ist nachhaltiges Reisen mehr und mehr im Trend. Doch wie genau macht man das eigentlich?

Es war mehr oder weniger um die Jahrtausendwende, dass die Entfernung in Europa demokratisiert wurde. Hatte Fliegen bis dahin noch den Nimbus des Elitären, spürte man schon beim alleinigen Betreten eines Flughafens die Faszination des Internationalen, so schickten sich auf einmal einige angelsächsischen Airlines an, die Regeln des Spiels komplett umzuschreiben. Wirklich etwas neues erfinden mussten sie dazu nicht: In Ländern wo große Entfernungen zum Alltag gehören, etwa die USA oder Russland, gab es das Prinzip Billigflug schon lange. Und langsam kam nun auch der alte Kontinent in Bewegung.

Neue Gesellschaftsphänomene brauchen neue Namen, je nach Markenpräferenz wurde man entweder Easyjetter oder der Generation Ryanair zugerechnet. Der erweiterte Wochenendtrip kam auf, über Pfingsten nach Prag, Fronleichnam auf Formentera, Abflug Frankfurt-Hahn, kurz nach sechs Uhr morgens. Und mögen diese Anbieter zur europäischen Integration vielleicht mehr beigetragen haben als die EU selber, so ist doch eben nicht alles Gold was fliegt. Zu den unausweichlichen Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen in der Luftfahrt kamen auch langsam bei einigen die Gewissensbisse bezüglich des ökologischen Fußabdrucks. Eine Idee, die von dem nachhaltig um sich greifenden Nachhaltigkeitsgedanken noch einmal verstärkt wird.

Popularisiert durch den Brundtland Bericht von 1987 und institutionalisiert von der Weltklimakonferenz 1992 in Rio de Janeiro weiß man bis heute eigentlich noch immer nicht so genau, was man unter Nachhaltigkeit eigentlich zu verstehen hat. Aber genau in diesem fehlenden Konsens liegt die große Chance, dass jeder einzelne mit dem Begriff ganz einfach sein individuelles Engagement für die Umwelt beschreiben kann, ohne groß ausholen zu müssen. Wo die einen also eine schwammige, nichtssagende Worthülse sehen, handelt es sich für die anderen also um ein sehr flexibles Konzept, das sich sehr einfach in allen Bereichen des täglichen Lebens deklinieren lässt.

So auch für das Reisen. Eines der Grundprinzipien dabei ist das Verhältnis der Zeit, die man vor Ort verbringt zu der Zeit, die man benötigt, um an eben jenen Ort zu gelangen. Oder mit anderen Worten, je kürzer desto kürzer. Wochenendtrips sollten also eher in die Uckermark denn in die Ukraine führen. Auch muss man nicht zwanghaft auf den Flieger verzichten, sollte sich dieses Verkehrsmittel aber für längere Strecken aufsparen.

Und auch Kleinigkeiten zählen: Schmales Reisegepäck mindert zum Beispiel den Treibstoffverbrauch. Zudem sollte man immer die Bahn als Alternative im Hinterkopf haben. Lassen Sie sich von den hierzulande üblichen exorbitanten Preisen für den Zug nicht abschrecken, Bahnfahren ist im europäischen Ausland meistens deutlich billiger als in Deutschland. Auch sollte man die Urlaubsaktivitäten an das Gastland anpassen. Golfspielen unter der Sonne des Südens mag zwar sehr angenehm sein, kann aber ob des immensen Wasserverbrauchs zur Rasenbewässerung bei aller Elastizität des Begriffes kaum als nachhaltig bezeichnet werden.

Anders sieht es mit Hotels aus. Viele Hoteliers haben den Trend erkannt und setzen zunehmend auf umweltverträgliche Häuser. Diese sparen nicht nur Wasser, sondern setzen auch auf regenerative Energie, die oft selber produziert wird. Neben den Sternen gilt es also nun auf die Siegel zu achten, welche die Nachhaltigkeit der Anlage zertifizieren. Da zurzeit sehr viele Siegel auf dem Markt sind, deren Effizienz aber nicht immer einwandfrei nachweisbar ist, sollten Sie bei Ihrer Urlaubsplanung vor allem auf die folgenden vier achten: The Green Key, ISO 14001, EMAS und Biosphere.

Wo immer es hingehen mag, wir wünschen Ihnen einen nachhaltig erholsamen Urlaub. Und wenn Sie nicht nur im Urlaub Wert auf Nachhaltigkeit legen wollen, sondern auch nachhaltig Wohnen wollen, dann entdecken Sie doch die tollen Lösungen von OKAL. Alles weitere erfahren Sie hier.

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