Neues von der IFA – oder was im Wohnzimmer wichtig wird

Auch wenn der Name Internationale Funkausstellung etwas angestaubt wirken mag, so ist die IFA nach wie vor die weltweit führende Messe für Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik. Wir waren vor Ort und verraten Ihnen, wie die Zukunft des Haushalts aussieht. 

Anmerkung für Eilige: Für einen schnellen Überblick unserer IFA-Highlights, einfach auf die Links im Text klicken.

Seit 1924 gibt es die IFA, aber von Historie zeugt auf dem Gelände der Messe Berlin nur noch der 1926 eingeweihte Funkturm – der Rest gehört der Zukunft. Unsere Zeitreise beginnt am Südeingang und führt direkt in die Küche von morgen.

Am Stand von Electrolux präsentiert eine Moderatorin die Oven Camera, mit der man jederzeit und von überall mit dem Tablet oder Smartphone in seinen Ofen gucken kann. Zwei Köche backen zum Beweis Muffins. Und es sind nur die ersten ihres Metiers, die uns aufdem Weg über die Messe mit ihrer Kunst versorgen wollen. Am Ende des Tages werden wir so viele Küchenchefs getroffen haben, dass wir uns fragen, in wie vielen Restaurants weltweit wohl ein Zettel mit der Aufschrift „Wegen IFA geschlossen“ im Schaufenster hängt.

Wir bleiben in der Haushaltsabteilung und stellen fest, dass die Zukunft einfacher wird. Die Ingenieure von AEG haben den Wasserkocher überflüssig gemacht, mit einem Wasserhahn aus dem neben kaltem und warmem auch kochendes Wasser kommt.

Miele stellt den Dialoggarer vor, der dank elektromagnetischer Wellen völlig verschiedene Speisen in nur einem Arbeitsgang von innen nach außen garen kann.

Grundig hingegen hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben und präsentiert mit dem Microgarden einen küchenkompatiblen Kräutergarten, der ohne Probleme zwischen Kühlschrank und Tellerregal passt. Natürlich ist auch der vernetzt und schickt eine Nachricht aufs Handy sobald die Kräuter erntereif sind. Bei Siemens denkt man praktisch. Auf dem in dunklen Farben gehaltenen Stand drehen sich Waschmaschinen, die selber die Wäsche analysieren und entscheiden, welches Programm und welche Dosierung die richtigen sind. Und auch die klassische Dunstabzugshaube ist bei den Münchnern von der Decke direkt in den Herd gewandert, damit Gerüche und Dämpfe erst gar keine Chance haben, vom Kochfeld zu entweichen. Beim Anblick von so viel Kochtechnologie werden wir hungrig. Gut, dass Johann Lafer zur Stelle ist und uns am Kenwood-Stand Foccacia und Zabaione reicht.

Ein weiteres großes Thema auf der diesjährigen IFA ist Virtual Reality. Vor allem die Telekom hat sich der virtuellen Realität verschrieben und dazu gleich eine ganze
Messehalle in Magenta streichen lassen. Leider bleiben von der Präsentation der neuen Virtual Reality App vor allem die ständigen Ladezeiten in Erinnerung. Und auch das Telekom Virtual Reality Karussell, auf dem man mit einer VR-Brille auf dem Kopf vor der Messehalle ein paar Runden fahren und dabei gleichzeitig über einen Wasserfall laufen kann, überzeugt nicht wirklich. Vielmehr sorgt die Kombination aus realer und virtueller Bewegung für leichte bis mittelschwere Übelkeit.

Auch wenn die Telekom-Halle zu beeindrucken wusste, geht es noch deutlich größer, wie gerade die nordostasiatischen Hersteller beweisen. Sony hat seinen Stand aus so viel Holz erstellen lassen, dass es beinahe schon skandinavisch wirkt. Zu LG geht es durch den OLED-TV Tunnel, gebaut aus den ultraflachen Fernsehern der südkoreanischen Marke.

Aber das alles wirkt noch bescheiden gegen Samsung, die mit dem City Cube eine der größten Messehallen komplett in Beschlag genommen haben. Und von Smarthome über Waschmaschine bis hin zur Virtual Reality Achterbahn einfach alles im Programm zu haben scheinen. Doch all der Gigantismus kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ganz große Revolution auf der diesjährigen IFA ausgeblieben ist.

Vielmehr sind es die kleinen Dinge, die zu beeindrucken wissen. Das können clevere Details sein, deren Mehrwert sich für den eigenen Alltag sofort erschließen, eine Philosophie, der sich auch OKAL mit myGEKKO verschrieben hat. Oder Geräte, die zwischen all den Reizen auf der Messe schnell übersehen werden, wie dieser Mini-Beamer von Sony. Der ringt mit seiner Fähigkeit, aus jeder Oberfläche ganz einfach eine Tastatur machen zu können, auf dem riesigen Stand nach Aufmerksamkeit. Doch die meisten Leute interessieren sich eher für den Bereich dahinter, in dem mehrere Playstations auf Spieler warten.

Comments are closed

Cookie-Präferenz

Bitte wählen Sie eine Option. Mehr Informationen zu den Folgen Ihrer Wahl finden Sie unter Hilfe.

Wählen Sie eine Option, um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert

Hilfe

Hilfe

Um fortzufahren, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Im Folgenden finden Sie eine Erklärung der verschiedenen Optionen.

  • Alle Cookies akzeptieren:
    Alle Cookies wie Tracking- und Analyse-Cookies.
  • Tracking-Cookies ablehnen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, außer die aus technischen Gründen notwendigen Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit ändern: Datenschutzerklärung.

Zurück