Endlich gibt es wieder Rhabarber

Ist es Obst? Ist es Gemüse? Ganz egal, es ist lecker. Und endlich ist wieder Saison. Was gibt es schöneres, als nach einer strammen Radtour in der Sonne zu sitzen und eine Rhabarberschorle zu trinken? Nicht viel. Und deshalb haben wir hier einen super Rezeptvorschlag.

Das wichtigste zuerst. Auch wenn die meisten Supermärkte ihn unter Obst einsortieren, so ist Rhabarber botanisch gesehen ein Gemüse. Und das schon seit langer Zeit. Wie sein saisonaler Begleiter der Spargel kommt der Rhabarber ursprünglich aus China, wo er „das große Gelb“ genannt und seit Jahrtausenden für medizinische Zwecke verwendet wird. Während der islamischen Hochzeit wurde er über die Seidenstraße eingeführt und erreichte Europa im 14. Jahrhundert vor allem über den Seeweg unter dem Namen „türkischer Rhabarber“. Kam er über Land nannte man ihn hingegen „russischer Rhabarber“, was wegen der strengen Qualitätskontrollen des Zarenreiches einem Gütesiegel gleichkam.

Wie alle Orientwaren war Rhabarber extrem teuer, weswegen man versuchte ihn auch in Europa anzubauen. Dazu griff man auf die Sorte zurück, die schon in Russland erfolgreich wuchs, weswegen der „sibirische Rhabarber“ als der eigentliche Vorfahre unseres modernen Rhabarber gilt. In Deutschland setzte sich die leckere Pflanze dann endgültig im 18. Jahrhundert durch, was auch an den zu dieser Zeit einbrechenden Zuckerpreisen lag. Diese machten den zugegeben doch leicht säuerlichen Geschmack sowohl gegenüber dem Geldbeutel als auch dem Gaumen besser bekömmlich.

Hochbekömmlich sind auch unsere beiden tollen Zubereitungsideen, mit denen Sie jeder Gartenparty die Krone aufsetzen. Da ist zunächst die oben angesprochene Rhabarberschorle. Für 300 ml Sirup, was ungefähr 2,5l Schorle ergibt, brauchen Sie:

  • 1 kg Rhabarber
  • 50 Grammfrischen Ingwer
  • 150 Gramm Zucker
  • Saft einer Zitrone

Einfach den Ingwer schälen, klein schneiden und mit dem Rhabarber, dem Zucker und Zitronensaft ein Mal stark aufkochen, anschließend köcheln lassen, je länger desto kondensierter und dementsprechender intensiver der Sirup. Ist erst einmal alles zu einer breiigen Masse verkocht, dann diese durch ein sehr feines Sieb abtropfen lassen. Voilà, die sich ergebende Masse ist bis zu drei Wochen im Kühlschrank haltbar. Am besten zum mischen eignet sich übrigens Mineralwasser im Verhältnis 1:7.

Und wenn es dann zum Grillen geht, haben wir noch ein ganz besonderes Gimmick für Sie parat – den Rhabarberketchup. Für 2,5 Liter müssen Sie sich folgende Punkte auf den Einkaufszettel schreiben:

  • 1 kg Rhabarber
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1 kleine Dose Kirschtomaten in Tomatensaft (400 g)
  • 200 ml Weißweinessig oder Condimento bianco
  • 250 g Roh-Rohrzucker
  • 2 Lorbeerblätter
  • TL gelbe Senfkörner
  • 10 schwarze Pfefferkörner
  • 2 kleine getrocknete (Thai-)Chilis
  • frisch gemahlener Pfeffer, Meersalz

Den Rhabarber dazu in etwa 3 cm dicke Stücke schneiden und zusammen mit den Zwiebeln, den Tomaten und dem Essig in einen großen Topf geben, 5 Minuten sanft köcheln lassen und den Zucker unterrühren. Lorbeerblätter, Senfkörner, Pfefferkörner und Chilis in einen Einmal-Teebeutel füllen, den mit in den Topf geben und die Mischung bei niedriger Hitze mit geschlossenem Deckel etwa 1 Stunde sanft köcheln lassen, bis der Ketchup eine richtig schöne solide Konsistenz hat. Den Teebeutelentfernen und den Rhabarberketchup mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Meersalz abschmecken und anschließend mit einem Pürierstab fein durchpürieren und noch heiß in sauber ausgespülte Flaschen umfüllen und fest verschließen. Im Kühlschrank halten sich diese bis zu zwei Wochen.

Wir wünschen einen tollen Frühlingsanfang.

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