Der Bau wird schlau

Smartphone, Smarthome, Smartalone? Die Digitalisierung ist überall, aber ist das auch gut? Was bringt der Einzug der intelligenten Elektronik in unsere Häuser? Und was genau ist eigentlich ein Smarthome?

Eins vorweg, der Markt für intelligente Häuser ist kein kleiner. Und er wächst. Der Umsatz im Smart Home Markt wird 2018 etwa 2,5 Milliarden Euro betragen, bis 2022 wird er sich laut Prognosen auf über 5,2 Milliarden verdoppeln. Gleiches gilt für die Penetrationsrate, also der Anteil an Smarthomes am gesamten Neubauvolumen. Liegt sie 2018 voraussichtlich bei 15,7%, so werden es im 2022 voraussichtlich schon 31,0% sein. Ohnehin besitzt Deutschland mit 11,7 % Smarthome-Anteil am gesamten Baubestand schon jetzt einen der dynamischsten Märkte weltweit. Lediglich Dänemark, die Niederlande und Großbritannien verweisen uns auf die Plätze.

Doch was genau ist eigentlich ein Smarthome?

Grundsätzlich geht es um Vernetzung des Hauses und zwar sowohl nach Innen als auch nach Außen. Dank Informations- und Sensortechnik kann das Haus Daten erfassen und über die Netzwerke so verarbeiten, dass eine Verbesserung der Lebensqualität, der Einbruchsicherheit und der Energieeffizienz erzielt wird. Konkret bedeutet das, dass Geräte wie Heizungen, Lüftungen und Lampen sowie Wohnelemente wie Türen, Fenster, Markisen und Jalousien automatisch gesteuert werden und somit ihre Benutzung optimal auf die jeweilige Situation angepasst wird. So waschen Waschmaschinen zum Beispiel genau dann, wenn niemand zu Hause ist und von dem Lärm gestört werden könnte. Da der Mensch nicht entmachtet werden soll, kann auch er jederzeit und dank Smartphone von überall ins Geschehen eingreifen.

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Aber die Möglichkeiten, die ein Smarthome bietet, gehen noch weiter. Grenzen setzt eigentlich nur die eigene Kreativität. Selbst pädagogische Ansätze sind denkbar, wie zum Beispiel eine private Cloud. In dieser können nicht nur Familientermine im hauseigenen Kalender gespeichert und so der Alltag mit Kindern besser organisiert werden. Auch kann man dem Nachwuchs so die Digitalisierung mit ihren Vorteilen und Risiken näherbringen. Kinder können so zum Beispiel zunächst lernen, wie sie bestimmte Daten wie etwa Fotos erst mit den Eltern teilen, bevor sie es mit der ganzen Welt tun.

Alles schon mal da gewesen

Auch wenn es den Anschein hat, so ist das intelligente Haus eigentlich nichts Neues. Genau wie die 3D Brille und 3D Filme gab es das Phänomen schon einmal Mitte der 90er. Doch genau wie die beiden Beispiele aus der Unterhaltungsindustrie setzte es sich damals nicht durch, weswegen seit Ende des letzten Jahrzehnts vehement an einem Comeback von allen drei Dingen gearbeitet wird. Der Erfolg? Mäßig. Trotz regelmäßiger Umbenennungen scheinen alle drei Konzepte nicht richtig auf die Erfolgsspur zu kommen. 3D Filme vermeidet jeder wegen des Aufpreises, 3D Brillen sind allenfalls bei pickeligen Jugendlichen mit Freikarten für Elektronikmessen beliebt und beim Smarthome ist man von einer Gesamtlösung noch weit entfernt. Gewisse Komponenten sind inzwischen zwar Standard in jedem Neubau. Die meisten Hausbesitzer wissen das aber noch nicht einmal.

Dennoch gehen vor allem Elektronikhersteller davon aus, dass der Kunde Vernetzbarkeit bald voraussetzen wird und rüsten ihre Geräte dementsprechend aus. So sind die meisten Kaffeemaschinen inzwischen von überall auf der Welt zu bedienen, Waschautomaten können ihre Ladung selber analysieren. Und kaum ein Kühlschrank, der nicht seinen Inhalt erkennen und, zumindest theoretisch, nachbestellen könnte. Wie die Lebensmittel dann aber von der Wohnungstür in den Kühlschrank kommen, das weiß noch keiner so genau. Vielleicht wird Essenannehmer ja der Studentenjob der Zukunft.

Manchen ist es aber nicht genug, wenn das Haus nur hören kann. Sie wollen, dass es selbstständig lernt und setzen vermehrt auf künstliche Intelligenz. Konkret bedeutet dies, dass die Algorithmen der Systeme aus den im Haus gesammelten Daten lernen und dadurch selbstständig die Wohnqualität verbessern. „Ich freue mich auf die künstliche Intelligenz im Smarthome, ohne mich von ihr gegängelt zu fühlen“, unterstreich etwa Dr. Benedict Doepfer, Verantwortlicher des Geschäftsfelds Smart Home bei Panasonic, im Rahmen einer Podiumsdiskussionen auf der letztjährigen IFA, der weltgrößten Elektronikmesse.

Das Problem – Kompatibilität  

Dabei gibt es auch im hier und heute noch handfeste Probleme, für die sich immer noch keine Lösung abzeichnet. Vor allem die nicht sichergestellte Interoperabilität zwischen den einzelnen Komponenten kann zu echten Ärgernissen führen, denn noch immer gilt die Devise: eine Marke, ein System. Zwar drängen die drei digitalen Denkmaschinen Google, Apple und Amazon, in den Markt, doch einen wirklichen Standard scheinen auch sie in nächster Zukunft nicht durchsetzen zu können. Ihr Fokus liegt offenbar vielmehr darauf, die Smart-Home Kontrolle weg von der App und hin zur Sprachsteuerung zu bringen.

Anderen ist selbst das noch zu klein gedacht und geben schon das nächste große Ziel aus – die SmartCity. Auch hier ist Panasonic einer der Vorreiter, entsprechende Pilotprojekte laufen überall auf der Welt, darunter eins in Berlin. Guckt man sich aber im Sortiment der Marke um, so stellt man fest, dass die Realität noch eine andere ist. Unter den als smart gepriesenen Produkten befindet sich unter anderem eine Überwachungskamera, die Schlaflieder abspielen kann. Synergieeffekte sind natürlich immer gut. Aber ob das gleiche Gerät für Einbrecher und Babys der richtige Weg in die Zukunft ist, bleibt fraglich.

Fazit: Smarthomes können vieles einfacher machen, man muss nur wissen, wie. Und worauf man achten muss. Um keine bösen Kompatibilitätsüberraschungen zu erleben sollten Sie auf Lösungen aus einer Hand setzten. OKAL hat mit myGekko einen absoluten Experten auf dem Gebiet in seinem Portfolio. Gucken Sie doch mal vorbei und erfahren Sie, was heute alles schon möglich ist.

 

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