Zwischen Baustelle und Kindererziehung

Die Liebe des Lebens finden, ein Haus bauen und Kinder kriegen ist der Traum vieler Menschen. Nur leider hält sich das Leben oftmals nicht an die Reihenfolge, sodass das Eigenheim zwischen Windeln und Schulbroten gebaut werden muss. Eine echte Belastungsprobe, die sich jedoch mit ein paar Tipps prima meistern lässt.

Die Geburt der eigenen Kinder zählt wohl zu den schönsten Ereignissen im Leben. Wer mit seinen kleinen Sprösslingen ein Bauprojekt in Angriff nimmt, empfindet ihr Beisein jedoch oft als störend oder gar kräftezehrend. Denn während das Haus geplant und gebaut wird, muss der Familienalltag schließlich weiterlaufen. Doch nicht nur das: Dreht sich zu Hause alles um das neue Eigenheim, fühlen sich die Kinder über kurz oder lang zurückgesetzt.

Die Lösung hierfür ist ebenso simpel wie effektiv: Machen Sie ihr Bauvorhaben zum Familienprojekt! Ab einem Alter von zweieinhalb Jahren sind Kinder nämlich durchaus in der Lage, eigene Ideen oder Wünsche für das gemeinsame Zusammenwohnen zu entwickeln.

Die Vorbereitungsphase

Auch Probleme und schwierige Entscheidungen sollten Sie dabei offen kommunizieren – selbst dann, wenn Ihr Entschluss schon feststeht. Das fängt bereits bei der Wahl des Grundstücks an, was manchmal mit dem Umzug in einen neuen Wohnorts einhergeht. Für ihre Kinder bedeutet das, Abschied von Freunden aus der Nachbarschaft zu nehmen und möglicherweise auch die Schule zu wechseln. Statten Sie dem Grundstück am besten schon vor der Bebauung regelmäßig Besuche ab, damit ihre Kinder ein Gefühl für die neue Wohnlage entwickeln können.

In der Vorbereitungsphase sollten sich Eltern außerdem über die vielfältigen Fördermöglichkeiten informieren. Seit wenigen Monaten kann etwa das Baukindergeld bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden. Attraktive Zuschüsse wie diese steigern nicht nur die Lust, den Traum vom Eigenheim zu realisieren, sondern führen auch zu der schönen Erkenntnis: Bauen mit Kindern bedeutet bares Geld!

Die Planungsphase

Die Planung kann also losgehen. Wie sollen die Kinderzimmer aussehen? Und welches neue Mobiliar muss möglicherweise angeschafft werden? Fragen wie diese dürften Ihre Kinder brennend interessieren, weshalb sie bei der Planung unbedingt mitwirken sollten. Auch bei der Inneneinrichtung der Gemeinschaftsräume wie dem Wohnzimmer bietet es sich an, die Meinung der Sprösslinge mit einfließen zu lassen.

So paradox es auch erscheinen mag, sollten Sie als Eltern während der Planungsphase bereits an den Auszug ihrer Kleinen denken. Vor allem bei mehr als einem Kind stellt sich in etwa 20 Jahren die Frage, was mit den leeren Zimmern geschehen soll. Am besten Sie überlegen schon jetzt, wie sie die einzelnen Räume anordnen, damit sie später auch für andere Zwecke nutzbar sind.

Die Bauphase

Wenn es dann ans Eingemachte, den Hausbau, geht, lässt sich ein gewisser Stresspegel leider nicht vermeiden. Haben Sie daher kein schlechtes Gewissen, wenn Sie Ihre Kinder öfter als sonst zu Oma und Opa in Betreuung geben. Am besten ist es natürlich, wenn Sie den Nachwuchs in die Bauphase integrieren. Ein Säugling kann in der Regel problemlos mit auf die Baustelle genommen werden – vorausgesetzt natürlich, dass mit keiner übermäßigen Staubbildung zu rechnen ist.

Kleinkinder, aber auch Schulkinder sollten niemals unbeaufsichtigt umher laufen dürfen, da einige Gefahrenquellen wie herumliegende Werkzeuge und ungesicherte Abgründe lauern. Sorgen Sie stattdessen am besten für sinnvolle Beschäftigungen in Ihrer Sichtweite. Wie wäre es zum Beispiel, gemeinsam die ausgeschaufelte Erde wegzukarren? Und wenn Sie dann alle zusammen ihr schlüsselfertiges OKAL-Haus betreten, werden sie glücklich feststellen: Der Aufwand hat sich gelohnt!

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